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Kulturförderung

Die Kultur stärken. Das Urheberrecht und die Rahmenbedingungen verbessern.

Die Stiftung Kulturfonds von ProLitteris verleiht den jährlichen ProLitteris-Preis und unterstützt Aktivitäten in den Bereichen Literatur und Kunst (Text und Bild). Projekte mit Bezug zum Urheberrecht und zu den Rahmenbedingungen der Kreativität stehen im Vordergrund. Beiträge an einzelne Personen oder für einzelne Werke sind ausgeschlossen.

Kulturförderung

So reichen Sie Ihr Gesuch ein.

Gesuche können von Organisationen, Institutionen und Gruppen eingereicht werden, die ein Projekt im Bereich Literatur oder bildende Kunst planen, insbesondere wenn ein Bezug zum Urheberrecht oder zur Verwertung von Rechten besteht. Die Angaben müssen vollständig und fristgerecht eingereicht werden. Der Entscheid des Stiftungsrats wird schriftlich mitgeteilt.

Eingabefrist: 1. Februar

  • Prüfung des Gesuchs: im März
  • Das Projekt sollte frühestens im Herbst des laufenden Jahres stattfinden.

Eingabefrist: 1. Oktober

  • Prüfung des Gesuchs: im November
  • Das Projekt sollte im folgenden Jahr stattfinden.

Bedingungen

Ihr Gesuch erfüllt die folgenden Bedingungen:

  • Es wird von einer Organisation eingereicht, zum Beispiel einer Institution oder einem Verband. Gesuche von Einzelpersonen können nicht berücksichtigt werden.
  • Es betrifft ein Projekt, das noch nicht durchgeführt wurde.
  • Es bezieht sich auf Literatur, bildende Kunst oder Fotografie.

Nicht unterstützt werden

  • Beiträge für einzelne Kunstschaffende
  • Beiträge für einzelne e
  • Beiträge für den laufenden Betrieb einer Organisation

Form der Eingabe

Bitte reichen Sie Ihr Gesuch in Form eines einzigen PDF-Dokuments ein. Das Dokument darf:

  • maximal 5 Seiten umfassen
  • eine maximale Grösse von 10 MB haben

Wir berücksichtigen keine weiteren Beilagen.

Inhalt des Gesuchs

Ihr Gesuch enthält die folgenden Angaben:

  • Budget, einschliesslich der Vergütung von kreativen Leistungen von Kunstschaffenden
  • Finanzierungsplan, einschliesslich des bei ProLitteris beantragten Anteils
  • Bezug zu ProLitteris, insbesondere zu Text oder Bild sowie zur Autor:innenschaft, zum Urheberrecht oder zur Verwertung

ProLitteris-Preis

Auszeichnung für herausragende Leistungen

Seit 2012 verleiht die Stiftung Kulturfonds den ProLitteris-Preis für herausragende Leistungen in Literatur und Kunst. Der Preis wird abwechselnd für Literatur, bildende Kunst und Fotografie, Journalismus und Verlagswesen verliehen.

Eine unabhängige Jury, die jedes Jahr neu zusammengesetzt wird und aus Persönlichkeiten des betreffenden Bereichs besteht, wählt den oder die Preisträger:in des Hauptpreises. Die ausgewählte Person bestimmt anschliessend den oder die Preisträger:in des Förderpreises.

Die Höhe des Hauptpreises beträgt CHF 40'000 und jene des Förderpreises CHF 10'000.

Eine Bewerbung für den ProLitteris-Preis ist ausgeschlossen.

Hauptpreis 2026

Hans Stutz

Der Journalist Hans Stutz (*1952), der in der Luzerner Seetaler Region aufgewachsen ist, gehört seit Jahrzehnten zu den profiliertesten Rechercheuren in den Bereichen Rechtsextremismus und Rassismus in der Schweiz. Nach dem Studium und einer Tätigkeit als Sekundarlehrer wandte er sich dem freien Journalismus zu. Diesen Weg verfolgte er sein ganzes Leben lang. Er hatte eine feste Teilzeitstelle als Chefredaktor des ehemaligen Medienmagazins der Journalistengewerkschaft inne. Seit den 1980er-Jahren schrieb Hans Stutz als freier Mitarbeiter für verschiedene Medien. Die Arbeit von Hans Stutz beruht auf präziser Archivrecherche, sorgfältiger Prüfung der Quellen und grosser Beharrlichkeit. Von 1995 bis 2014 führte er die von Sigi Feigl begründete und von Regula Bähler geführte Chronologie rassistischer Vorfälle weiter. Er schrieb zwei Bücher: «Frontisten und Nationalsozialisten in Luzern 1933 – 1945» (erschienen 1997) und «Der Judenmord von Payerne» über die Ermordung von Arthur Bloch (2000).

Website von Hans Stutz

Das Lebenswerk von Hans Stutz zeigt, wie historische Recherche, journalistische Genauigkeit und demokratische Haltung zusammenfinden. Stutz hat sich Themen gewidmet, die oft ungern öffentlich verhandelt wurden: rechtsextreme Organisationen und Strukturen, rassistische Vorfälle und demokratiefeindliche Ideologien. Die Jury würdigt mit Hans Stutz einen Journalisten, der über Jahrzehnte hinweg unbequeme Themen verfolgt hat, auch unter persönlichen Drohungen und mit beruflichen Nachteilen, und der seine Arbeit als Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten versteht.

Für die Jury: Alexandra Stark, Amit Juillard und Kaspar Surber

Förderpreis 2026

Anabelle Bourquin

Der Träger des Hauptpreises bestimmt die Preisträgerin des Förderpreises. Hans Stutz hat Anabelle Bourquin (*1983) ausgewählt. Die Preisträgerin ist Journalistin und Leiterin der Recherchen bei der Neuenburger Tageszeitung «ArcInfo». Nach dem Literaturstudium entdeckte sie den Journalismus beim Radio. Ab 2007 arbeitete sie für den Neuenburger Lokalsender RTN, wo sie von 2009 bis 2015 stellvertretende Chefredaktorin war. Seit 2017 gehört sie zur Redaktion von «L’Express», das 2018 zu «ArcInfo» wurde; dort bewegt sie sich in einem journalistischen Feld, das ihr besonders entspricht: der lokalen Recherche. Die Jury hat sie aufgrund der Bedeutung ihrer Recherchen und Publikationen empfohlen.

Website von Anabelle Bourquin

Über die Stiftung Kulturfonds

Kulturelle Ziele von ProLitteris

Der Hauptzweck von ProLitteris ist das Inkasso und die Verteilung von Vergütungen sowie die Erteilung von en für bestimmte Nutzungen. Als Nebentätigkeit unterstützt die Stiftung Kulturfonds von ProLitteris Projekte und verleiht den jährlichen ProLitteris-Preis.

Die Stiftung wird durch einen zweckgebundenen Anteil von 1% des schweizerischen Ertrags von ProLitteris finanziert.

Der Stiftungsrat des Kulturfonds setzt sich aus Mitgliedern des Vorstands von ProLitteris zusammen: Fabio Casagrande, Claude Darbellay, Regine Helbling und Thomas Kramer. Geschäftsführer ist Philip Kübler.

Die Stiftungsaufsicht des Kantons Zürich überwacht den Kulturfonds.

Fragen und Antworten